Mark Wilson
Code Matrix
Werke 1984 - 2012

  

Eröffnung: Samstag, den 25. Februar, 14 - 17 Uhr
Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend.

Ausstellung: 29. Februar - 14. April 2012
Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog.
 

[DAM] Cologne präsentiert die erste Einzelausstellung von Mark Wilson in Deutschland, die eine Übersicht über die letzten 30 Jahre seines Schaffens gibt. Ausgehend von seinen frühen farbigen Plotterzeichnungen aus den 80er Jahren bis hin zu den aktuellen großformatigen C-Prints wird Wilsons künstlerische Entwicklung anhand der zunehmenden Komplexität der Werke nachvollziehbar. Seinem Stil aus feinen, geometrischen Elementen, die zu farbigen Strukturen mit einer starken technologischen Formsprache kombiniert werden, ist er dabei stets treu geblieben.

Nach seinem Kunststudium wendete er sich in den 70er Jahren der abstrakten, geometrischen Malerei zu und gestaltete auch unter dem Einfluss der Pop-Art großformatige Gemälde in kräftigen Farben, die an technische Zeichnungen und Schaltkreise erinnern. Mit Aufkommen des PCs erlernte er das Programmieren und arbeitet seitdem ausschließlich mit Algorithmen und selbstgeschriebener Software. Waren seine Arbeiten bis zur Jahrtausendwende noch stark an Räumlichkeit, Umrissen und deren Aufbrechen orientiert, konzentriert sich Wilson in den letzten 10 Jahren vorrangig auf die Gestaltung von Flächen, die mit zahlreichen übereinandergelagerten Schichtungen der Elemente eine Tiefe erreichen, die beim Betrachten immer neue, filigrane Strukturen entdecken lassen.

'Die in kräftigen Farben ausgeführten Kreise, Quadrate und zusammen oder auseinander laufenden Linien kreieren einen überraschend subtilen Effekt, das Produkt einer lebenslangen Erfahrung im Umgang mit Technologie, um sofort wiedererkennbarte Kunst zu erschaffen, die für ihre Zeit steht.'
Douglas Dodds, Senior Curator, Victoria & Albert Museum, London (Zitat aus dem Ausstellungskatalog)

Mark Wilson wurde 1943 in Oregon geboren. Er besuchte das Pomona College und die Yale School of Art, wo er u. a. Malerei bei Jack Tworkov and Al Held studierte.  Er lebt in West Cornwall, Connecticut.
In seinen Arbeiten beschäftigt er sich seit den 70er Jahren mit geometrischen und technologischen Bildwelten. 1980 erwarb er seinen ersten Computer und erlernte das Programmieren. Seine computergenerierten Werke wurden international ausgestellt. Er war an verschiedenen Gruppenausstellungen zur Computerkunst beteilig u.a. an sieben Kunstausstellungen der Siggraph, “Computers and Art” in der IBM Galerie in New York, “ArtWare” im Rahmen der Cebit in Hannover. Das Victoria & Albert Museum stellte 2010 seine Werke im Rahmen der Ausstellung “Digital Pioneers” aus.
1982 erhielt Wilson ein Stipendium der Nationalen Stiftung für die Künste in den USA. Die Ars Electronica ehrte ihn 1992 mit einer Auszeichnung in der Sektion Computergrafik. Wilsons Arbeiten befinden sich in zahlreichen institutionellen und privaten Sammlungen, unter ihnen IBM, Apple Computer, UniSys Computer, United Technologies, Mobil Oil, Prudential Insurance, Block Museum, Virginia Museum of Fine Art, Victoria & Albert Museum, Museu de Arte Contemporanea, Sao Paolo, Philip Johnson and Ivan Karp.